Das Prinzenpaar 2013



Was wäre der Steinheimer Karneval ohne seine Tollitäten, den Prinzen und seine Prinzessin? Die Amtszeit des Prinzen als Oberhaupt der Steimschen Narrenschar beginnt mit seiner Proklamation im Januar und dauert exakt ein Jahr. Der Name der Prinzessin wird unter großer Geheimhaltung traditionell erst auf dem Galaabend der StKG bekannt gegeben. Das Prinzenpaar regiert das Narrenvolk während der gesamten 5. Jahreszeit und wird unterstützt durch seinen Hofstaat und den Elferrat.


In der Session 2012/13 regieren Prinz Rolf Hellweg, Maitre des närrischen Hochgenusses, und ihre Lieblichkeit Prinzessin Vera Klare, die Muse der schönen Künste, auf dem Steinheimer Narrenthron.


  • Prinzensteckbrief

    Prinz Rolf Hellweg, Maitre des närrischen Hochgenusses

    Rolfs (mögl.) Motto: „Wer den Koch kennt, braucht vor dem Essen nicht zu beten.“
    Prinz Rolf ist Koch. Köche sind Künstler. Die meisten Künstler sind leidenschaftlich, klug, erfinderisch, sensibel, phantasievoll und auf freundliche Art und Weise auch etwas wirr ... Hier könnte der Prinzensteckbrief eigentlich enden, denn all diese Adjektive beschreiben Prinz Rolf recht zutreffend.
    Unter dem bürgerlichen Namen Rolf Hellweg wurde unser Prinz am 15.12.1956 in Künsebeck (Halle/Westf.) geboren.
    Rolf, der bereits als Kind und Schüler Karneval feierte, besuchte die Volksschule Künsebeck und Realschule Halle. Sich seiner kochkünstlerischen und sensorischen Stärken bewusst, ging er in die Lehre und wurde 1972 bis 1975 zum Koch ausgebildet. Es folgten die Wanderjahre in Österreich und an der Nordsee.
    Während der Wehrdienstzeit war Rolf – wie sollte es auch anders sein – Nachschubsoldat mit Küchenwagen.
    Weitere Berufsstationen waren das Krankenhaus  Bielefeld-Bethel sowie eine Stelle im fernen Schwarzwald. Dort heirateten er und seine aus dem Sauerland stammende Frau Anke 1986. In den Jahren 1988, 1991 und 1994 wurden die drei Kinder der Hellwegs  (Maike, Sven und Jens) geboren, denen glücklicherweise das karnevalistische Erbgut gleich mitgegeben wurde.
    Nach der Prüfung zum Küchenmeister trieb es Rolf 1988 beruflich wieder in die Region OWL. Und hier nun beginnt Rolfs „echte karnevalistische Karriere“. 1989 hat er seinen ersten „Steimschen Rosenmontag“ erlebt – dieses Schlüsselerlebnis hat ihn gefesselt und seither nicht mehr losgelassen, sodass Rolf 1989 direkt nach Steinheim zog, hier sesshaft wurde und unsere schöne Kleinstadt zu seiner Heimat erklärte.
    Inzwischen arbeitet Rolf als Küchenmeister der Betriebsküche Dr. Oetker in Bielefeld und ist Chef von 24 Mitarbeitern, die täglich über 650 Essen sowie interne Caterings zubereiten. Am 11.11.1998 erfolgte seine Berufung zum Elferrat der StKG, die Rolf mit Stolz annahm. Seit 2000 ist Rolf an der Organisation des Kinderkarnevals in Steinheim beteiligt, er „stellte seinen Sohn Sven 2002 als Kinderprinz zur Verfügung“ und wirkt seit 2007 als Hofmarschall der Kinderprinzenpaare. Dabei begleitet Rolf die Kindertollitäten und steht ihnen väterlich und hilfreich zur Seite. Außerdem ist er als Redakteur dieser Karnevalszeitung seit vielen Jahren im Einsatz und wirkt engagiert an der jährlichen Erstellung mit. Das Prinzenamt, welches Rolf in dieser Session innehat und auf das er sehr stolz ist, wird ihn nun ein weiteres Mal karnevalistisch fordern und gibt seiner beispielhaften karnevalistischen Karriere einen vorläufigen
    Höhepunkt. Ein solcher Höhepunkt, auf den Rolf zurecht ebenfalls stolz ist, ist die Verleihung der Silbermedaille 1996 in Berlin, als er bei der alle vier Jahre stattfindenden, weltweit ausgetragenen Kocholympiade in der Kategorie  Betriebsverpflegung den zweiten Platz erkochte.
    Kochen, Karneval und Kegeln. Rolf kegelt gerne und gut, ist er doch Mitglied des „Freitagskegelclub Erholung“. Dieses ist für ihn, wie der Clubname schon aussagt, Erholung – ebenso wie diverse Reisen in das europäische Ausland, bei denen jedoch nicht nur gefaulenzt wird, sondern Land und Leute erkundet werden.
    Im Steinheimer Karneval, das ist gewiss, werden seine Offenheit und Freundlichkeit, aber vor allem seine Herzlichkeit gut ankommen und die Herzen der Narren flugs erobern. Die Damen seien „gewarnt“: wenn Rolf regiert, sind Küsschen garantiert!
    „Wer den Koch kennt, braucht vor dem Essen nicht zu beten.“ Das mögliche Motto unseres Prinzen sollte bitte nicht blasphemisch aufgefasst werden. Vielmehr sagt es aus: „Wer diesen Prinzen kennt, braucht sich vor dem Steinheimer Karneval nicht zu fürchten!“
    Und so freuen wir uns mit Prinz Rolf auf eine tolle Session und blicken gespannt dem Galaabend entgegen, an dem Rolf uns endlich seine Prinzessin vorstellen wird.


  • Prinzessinnensteckbrief

    Prinzessin Vera Klare, die Muse der schönen Künste

    „Ich wär so gern Prinzessin hier in Steinheim“ - diese Zeile aus dem gleichnamigen Lied der Kapelle Kamelle soll in den vergangenen Jahren so häufig von unserer diesjährigen Prinzessin Vera gesungen worden sein, dass ihr Wunsch wohl erhört wurde.

     

    Denn der lang gehegte Traum erfüllte sich nun zur Karnevalssession 2013, in der Vera Klare an der Seite ihres Prinzen Rolf Hellweg auf dem Steinheimer Narrenthron regiert. Und wie es sich anfühlt, wenn Träume in Erfüllung gehen, darüber berichtete Prinzessin Vera kurz nach dem wunderschönen Karnevalswochenende.

     

    „Es war einfach nur grandios“, mit diesen Worten umschreibt die Vollblutkarnevalistin den Moment, in dem sie beim Galaabend der Öffentlichkeit als Prinzessin präsentiert wurde. Fast unbeschreiblich die Freude, die ihr von allen Seiten auf dem Weg zur Bühne entgegengekommen sei. Ihre ersten Worte vom Thron umschrieben ihr Glück, seitdem Prinz Rolf sie gefragt hatte, ob sie seine Prinzessin sein wolle. „Von ganzem Herzen: Ja!“

     

    Am Galaabend gestand Vera etwas anders als ihre Vorgängerinnen, dass sie sich nicht für die kleinen Lügen entschuldigt. Nein, ihr hat es teilweise richtig Spaß gemacht, „es war doch legales Lügen“.

     

    Der fantastische Galaabend und die folgenden tollen Tage seien im Nu vorübergezogen. „Wir haben zwei ausgezeichnete Saalveranstaltungen erlebt, beim Liederkranzabend war ich nicht mehr ganz so aufgeregt und konnte entspannt das schöne Programm verfolgen.“

     

    Dazwischen lag noch der Morgen ihres Prinzessinnenempfangs mit einer nicht enden wollenden Gratulationsrunde. „Ich habe mich wahnsinnig gefreut, wie viele und wer alles anwesend war.“

     

    Der Rosenmontag fing dann erst etwas hektisch an. Doch vom Sturm aufs Rathaus, über das Eintreffen des Kinderumzugs bis zum Start des großen Rosenmontagszugs waren für Vera viele, viele unvergessliche Ereignisse dabei.

     

    Als Prinzessin vom Prinzenwagen zu grüßen, sei das allergrößte, was sich eine Karnevalistin in Steinheim erträumen kann. „So viele tolle Wagen und Fußgruppen, einfach gigantisch! Und dazu haben Rolf und ich diesen super Sonnenschein bestellt, so waren die Kostüme noch bunter und schöner.“

     

    Richtig stolz ist Prinzessin Vera auf ihren karnevalistischen Beinamen, die Muse der schönen Künste. „Der ist einfach toll!“ Inspirierte Vera doch ihren Mann Udo, Prinz des Jahres 2006,  zum „Löffelsong“. Darin wird Veras Art, einen Löffel abzulecken, besungen. Die Familie Klare ist ohnehin eine „karnevalistische Allzweckwaffe“, wie es Steinheims Bürgermeister Joachim Franzke bei der Schlüsselübergabe im Rathaussaal so treffend formulierte.

     

    Die beiden Töchter, Ina und Uta, waren seinerzeit Hofdamen bei den Kinderprinzenpaaren der Jahre 2004 bzw. 2006. Beide haben in der Prinzengarde und bei Take Drive getanzt (Ina ist immer noch dabei), sangen und spielten bei den Steinheimer Karnevals Kids und waren in diesem Jahr beim Rathaussturm als Musikerinnen des Musikvereins Steinheim aktiv. So dreht sich bei Familie Klare vom 11.11. bis zum Aschermittwoch fast alles um den Karneval.

     

    Vera kam mit vier Jahren, damals noch mit dem Nachnamen Schäfer, aus dem lippischen Feldrom nach Steinheim. „Hier bin ich groß geworden und habe mich von Anfang an in den Karneval verliebt.“ Die gelernte Bürokauffrau, die heute für den Steinheimer Blickpunkt arbeitet, hat sich im Laufe der Jahre insbesondere um den Karneval der Kinder bemüht. Sie selbst ist seit vielen Jahren in einer Fußgruppe im Umzug dabei.

     

    In der karnevalslosen Zeit nimmt sich Vera Klare ganz viel Zeit für ihre Hobbys. „Da ist die Aerobic Gruppe vom TV und ich lese sehr gern und viel. Ganz besonders gern bin ich als Schauspielerin auf der Freilichtbühne in Bökendorf – da kommt wieder die Muse ins Spiel. In diesem Jahr wird dort „Sindbad, der kleine Seefahrer“ aufgeführt.“ Sportlich führt es Vera im Sommer oft ins Steinheimer Freibad und bei jedem Wetter mit dem Familienhund Sammy durch Feld und Wiesen.

     

    Wie viel sich Vera in den nächsten Monaten um ihre Hobbys kümmern kann, wird spannend werden, da viele Einladungen an das amtierende Prinzenpaar gehen. Rückblickend auf das vergangene Karnevalswochenende bedankt sich unsere Prinzessin Vera bei allen Närrinnen und Narren, die so wunderbar mitgefeiert haben. Ein besonderer Dank geht an die Eheteile Anke und Udo, die Pagen und ganz besonders an den Hofmarschall Allo Lammersen, der sich rührend gekümmert habe.

     

    Nun hat Vera viel Zeit, alles Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen. Vielleicht hören wir sie dabei „Ich bin so gern Prinzessin hier in Steinheim“ singen?! Man teou, Vera!

Privatarchiv ihrer Tollitäten


Prinz Rolf und Prinzessin Vera geben hier einen Einblick in ihre private Fotoschatulle.