Beinah 144 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Steinheimer Rosenmontagszuges folgten am 27.12.2025 der Einladung der Steinheimer Karnevalsgesellschaft zum traditionellen Kommers. Vizepräsident André Evers begrüßte die anwesenden Närrinnen und Narren in der Steinheimer Stadthalle.
Zu Beginn des Abends richtete Schatzmeister Pascal Lotzin das Wort an die Versammlung. Anders als in den vergangenen Jahren konnte er diesmal noch keine Auskunft über den Stand des Galaabendkartenvorverkaufs geben – denn die StKG beschreitet neue Wege. Erstmals erfolgt der Kartenverkauf über einen Online-Ticketdienst. Lotzin wies darauf hin, dass der Verkauf am nächsten Morgen pünktlich um 11:11 Uhr startet und die Tickets dann ganz bequem von zu Hause aus erworben werden können. Lange Warteschlangen in den frühen Morgenstunden gehören damit der Vergangenheit an – ein Schritt, der sowohl für die Besucherinnen und Besucher als auch für die Organisation viele Vorteile mit sich bringt.
Im Anschluss wandte sich Swen Mäding als Kopf des Rosenmontags-Organisationsteams mit wichtigen organisatorischen Hinweisen an die Anwesenden. Er erinnerte noch einmal an die Anmeldung über die Homepage der StKG sowie an das Merkblatt für alle Teilnehmenden des Rosenmontagszuges. Ein besonderes Augenmerk legte er zudem auf einen neuen Wagen für den Rosenmontagszug 2026. Am Tag der Vereine hatten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, kleine Kacheln mit Herzen zu bemalen, die später am neuen Wagen angebracht wurden. Alle Gestalterinnen und Gestalter eines solchen Herzens erhalten die Möglichkeit, beim Rosenmontagszug 2026 genau auf diesem Wagen mitzuwirken. Diese Einladung darf gerne weitergetragen werden, um auch im kommenden Jahr wieder einen bunten und großen Rosenmontagszug auf die Beine zu stellen.
Ein fester Bestandteil des Kommers sind die Ehrungen verdienter Gruppen des Steinheimer Rosenmontagszuges. In diesem Jahr standen gleich drei Gruppen im Mittelpunkt, die seit vielen Jahren mit Kreativität, Engagement und Herzblut zum Gelingen des Karnevals beitragen.
Für 22 Jahre aktive Teilnahme wurde die Bunte Truppe geehrt. Gegründet im Jahr 1998 aus einer spontanen Idee heraus, entwickelte sich die Gruppe von einer kleinen „Gruppe ohne Namen“ zu einer der größten und kreativsten Formationen im Zug. Mit jährlich wechselnden Mottos und vollständig selbstgemachten Kostümen – oft für mehrere Generationen und teils für über 60 Teilnehmende – prägt die Bunte Truppe den Rosenmontag bis heute. Ob fantasievoll, farbenfroh oder mit lokalem Bezug: Die Gruppe steht für gelebte Karnevalstradition, Gemeinschaft und unermüdlichen Einsatz.
Eine echte närrische Schnapszahl feierte die Kunterbunte Truppe, die seit 33 Jahren Teil des Steinheimer Rosenmontagszuges ist. Nach ihrem ersten Auftritt im Jahr 1992 als Hexen entwickelte sich eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Bis heute ist die Gruppe generationenübergreifend unterwegs, mit handgenähten Kostümen und aufwendigen Themen, die vielen noch in bester Erinnerung sind. Über Jahrzehnte hinweg gehörte auch der legendäre Holder von Manni Thiet fest zum Erscheinungsbild der Truppe. Die Kunterbunte Truppe steht beispielhaft für Beständigkeit, Fantasie und echte Karnevalsleidenschaft.
Ebenfalls für 33 Jahre Teilnahme wurde die Interessengemeinschaft (IGM) geehrt. Seit 1992 ist sie – teils unter wechselnden Gruppennamen – fester Bestandteil des Rosenmontagszuges. Geprägt und organisiert wird die Gruppe seit vielen Jahren von Rita Köller und Regina Stratomeier. Ein Markenzeichen der IGM sind die selbstgenähten Kostüme und besonders die aufwendigen Kopfbedeckungen. Mit ihren vielfältigen Themen und ihrer offenen, herzlichen Art hat die IGM den Steinheimer Karneval über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgeprägt.
Nach den Ehrungen übergab André Evers das Wort an Hofmarschall Karsten Husemann, da Prinz Alex und Prinzessin Uta an diesem Abend leider nicht persönlich anwesend sein konnten. Er berichtete von den Eindrücken und Erfahrungen des Prinzenpaares im Rosenmontagszug.
Im weiteren Verlauf des Abends richteten sich die Blicke auf den Programmpunkt, auf den viele bereits gewartet hatten: Andreas Waldhoff und das gesamte Filmteam präsentierten ihren neuen Rosenmontags- und Kinderumzugsfilm 2025. Bei Kaltgetränken und Hotdogs vom Kombüsenteam ließen sich die Bilder besonders gut genießen. Im abgedunkelten Saal wurden die Zuschauerinnen und Zuschauer noch einmal zurück in die vergangene Session entführt. Eindrücke, Gerüche und Gefühle wurden wachgerufen – und das Feuer für den bevorstehenden Karneval neu entfacht.
Damit endete der Kommers 2025 offiziell. An einen frühen Heimweg war für viele jedoch noch lange nicht zu denken. Bei Musik und dem ein oder anderen Getränk blieben zahlreiche Gäste beisammen, tauschten Erinnerungen aus und blickten gemeinsam auf die kommende Session. Oder wie es ein bekanntes Sprichwort zum Kommers der StKG treffend beschreibt:
„Man geht auf den Kommers mit Weihnachten im Kopf und verlässt den Kommers mit Karneval im Kopf.“
























