Das Prinzenpaar 2016



Was wäre der Steinheimer Karneval ohne seine Tollitäten, den Prinzen und seine Prinzessin? Die Amtszeit des Prinzen, als Oberhaupt der Steimschen Narrenschar, beginnt mit seiner Proklamation im Januar und dauert exakt ein Jahr. Der Name der Prinzessin wird unter großer Geheimhaltung traditionell erst auf dem Galaabend der StKG bekannt gegeben. Das Prinzenpaar regiert das Narrenvolk während der gesamten 5. Jahreszeit und wird unterstützt durch seinen Hofstaat und den Elferrat.


In der Session 2015/16 regiert:

Prinz Matthias Walbaum , der talentierte Glückspilz mit seiner Lieblichkeit 
Prinzessin Antje Lange, von Feenglanz, auf dem Steinheimer Narrenthron.


  • Prinzensteckbrief

    Prinz Matthias Walbaum, der talentierte Glückspilz

    Quasi „ausgespuckt“ vom Glückspielautomaten als Hauptgewinn – als Jackpot! – fiel Prinz Matthias in die glücklichen Hände der wartenden Narren. Mitreißende Prinzenspiele im Flair der amerikanischen Metropole Las Vegas haben wieder einmal den besten Kandidaten für das höchste Amt im Steinheimer Karneval hervor gebracht.

    Prinz Matthias, der am 04.09.1966 in Paderborn das trübe Licht einer Karnevalsentwicklungsstadt erblickte, wurde kurz nach seiner Geburt schleunigst wieder nach Steinheim geschafft, um ihn direkt mit einem gesunden Bazillus zu infizieren. Seine Eltern, der Vater Ursteinheimer mit dem Beinamen „Eckjürgens“, die Mutter aus Kempen-Veldrom, aber schnell eingesteinheimst, verkündeten mit Stolz, dass Matthias nun der vierte von derzeit vier Söhnen war. Später kam noch ein weiterer Sohn hinzu!

    Nach dem Besuch der katholischen Grundschule und der Realschule Steinheim, in denen Matthias bereits beim Schulkarneval kräftig mitmischte, hatte er das Glück, 1983 bei der bekannten Fa. Phoenix eine Lehre zum Elektriker absolvieren zu dürfen. Als vierter Sohn einer Familie durfte er mit Recht die Wehrpflicht aussetzen und sich derweil noch zum Elektromeister weiterbilden. Noch immer bei Fa. Phoenix zeichnet er nun verantwortlich für Elektro-, Sanitär-, Sicherheitstechnik und Dächer für sämtliche Hallen und Gebäude seiner Firma in Blomberg und Schieder.

    Als Trauzeuge bei einer Hochzeit lernte er seine spätere Ehefrau Annette Weber (Ottenhausen) kennen, die dort ebenfalls als Trauzeugin fungierte. Mit ihr fand er eine karnevalsbegeisterte Frau. Beide wohnten für fünf Jahre in Lügde und zogen nach ihrer Hochzeit 1998 wieder zurück in die Heimat Steinheim. Im Jahr 2000 wurde dann das eigene Neubauhaus am Schorrberg bezogen und die Familie mit den zwei lieben Töchtern Paula (16) und Sophie (14) komplettiert. Beide sind übrigens ebenso begeistert im Karneval unterwegs – sie tanzen seit vielen Jahren aktiv in unseren Prinzengarden.

    Eigentlich treibt Matthias auch gerne Sport jeglicher Art. Mangels Zeit ist er leider derzeit nur passiver „Donnerstagsturner“.

    Natürlich ist Karneval schon immer Matthias‘ großes Hobby. Doch seine Kreativität und sein Können, Figuren zu formen und zu bauen, wurden vermutlich ca. 1985 durch „Die Sendung mit der Maus“ geweckt. Dort wurde gezeigt, wie Maus und Elefant als Pappfigur mittels Drahtbiegen gebaut wurden. Warum Matthias allerdings mit 19 Jahren Kinderfernsehen schaute, konnte bislang nicht in Erfahrung gebracht werden.

    Der Bau des Wagens „Aladin“ 1994, den Matthias hauptverantwortlich mitgestaltete, veranlasste den damaligen Meister und Hofmaler der StKG Werner Scheibner, ihm zu gratulieren und den Wagen als besten Wagen in Steinheim zu bezeichnen. Er (Matthias) müsse unbedingt Elferrat werden, so Scheibner. Im Jahr 1999 war es dann auch so weit, Matthias wurde in den Elferrat aufgenommen. Er gibt zu, die Arbeit im Elferrat zunächst doch unterschätzt zu haben. Jedoch hat er sich inzwischen gefangen und ist begeistert! Zunächst wirkte er tatkräftig bei „Ton & Technik“ mit. Inzwischen kann er sein Können bei dem „Wagenbau“ beweisen – das neueste Glanzstück, den großen, prunkvollen Wagen des Prinzenpaars, wird er selbst am Rosenmontag als Prinz mit seiner Prinzessin einweihen. Und dies bei seiner 33. Teilnahme an einem Rosenmontagszug – wenn das kein Glück bringt …

    Viele weitere wunderbare Wagen oder Fußgruppen hat Matthias in den vielen Jahren seiner Teilnahmen an den Rosenmontagen mit seinen Bauten bereichert: Kuchenstücke, Buddha, Stein-Heim, der Drache, der Lockvogel oder der Prinzensternewagen – nur um einige zu nennen. Dabei war der Drache der letzte Wagen nach „alter“ Sendung-mit-der-Maus-Bauart (der Kopf entstand übrigens in Matthias‘ Garage), die neueren werden nach einer Methode gebaut, die Matthias maßgeblich von dem bekannten Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly gelernt hat. Die Begeisterung für den Wagenbau hat die Familie Walbaum bereits soweit infiziert, dass Tochter Sophie inzwischen auch ein fleißiger Teil der Truppe geworden ist und dass Matthias auch andere, nichtkarnevalistische Projekte baut.

    Wer Matthias kennt, der weiß, dass er getreu dem Motto „Immer 100 % - und mitnehmen was geht!“ lebt und handelt. Seine gesellige, frische und immer gut gelaunte Art wird unsere Narrenherzen erfreuen!

    Prinz Matthias - ein wahrer Jackpot für unseren Karneval!


  • Prinzessinnensteckbrief

    Prinzessin Antje Lange, von Feenglanz

    Freude im Herzen, Karneval im Blut! Prinzessin Antje, von Feenglanz versprühte schon eine ganz besonders mitreißende Aura, als sie an der Seite von Prinz Matthias am großen Galaabend der StKG den wunderschönen Weg zum Thron beschritt.

     

    Tosender Jubel brandete auf, der Freundeskreis vom Stammtisch „Donnerwetter“, die Kump(el)stilzchen, die ganze Steinheimer Narrenschar war begeistert von der herzlichen Freude, die Antje Lange nun als Steinheimer Karnevalsprinzessin verströmte.

    Auf diesen Moment hatte sich die Ur-Steinheimerin insgeheim schon gefreut und so war es auch kein Wunder, dass die positiv karnevalsverrückte Antje auf die Frage von Matthias Walbaum, ob sie an seiner Seite als Prinzessin auf den Narrenthron steigen möchte, keine Zweifel aufkommen lies.

    1966 als Antje Dreisvogt in Detmold geboren, lag von Geburt an die Liebe zum Karneval in den Genen. Papa Wilfried Dreisvogt, fand über den MGV Liederkranz schnell den Weg zum närrischen Treiben und gipfelte in seiner Prinzenregentschaft im Jahr 1984. Mutter Maria war stets eine fleißige und helfende Stütze im Hintergrund, wann immer sich Wilfried zu den Proben der Prinzensingers aufmachte oder Antje und ihr Bruder Dirk Kostüme für Karneval benötigten.

    Schon als Kind nahm Antje mit 2 Nachbarskindern am großen Rosenmontagsumzug als letzte Zieh-Geuner teil. Dort wurde sie in einem ausrangierten Kinderwagen gezogen. Dass sie 40 Jahre später auf dem neuen Prinzenwagen mitfahren durfte, hätte sie sich damals nicht träumen lassen.

    Antje Lange als Mitglied in der KJG-Steinheim freute sich schon im frühesten Kinder- und Jugendalter auf die tollen Tage in der Emmerstadt sowie die vielen Veranstaltungen. Seit mehr als 30 Jahren nimmt sie bereits am Rosenmontagsumzug teil. Erst mit der KJG-Mädelsgruppe, später Donnerwetter-Frauen and Friends, zuletzt mit den Kump(el)stilzchen. Und doch hat sie in diesem Jahr als Prinzessin wieder neue tolle Sachen aus dem Steinheimer Karneval kennen und lieben gelernt.

    Als Gründungsmitglied der Tanzgruppe „Take Drive“ schnupperte Prinzessin Antje schon sehr früh Bühnenluft auf dem Steinheimer Galaabend. Parallel stand alljährlich der große Rosenmontagsumzug fest im Kalender von Antje, wobei Vorbereitung der Kostüme eine besondere Leidenschaft darstellte.

    Seit einigen Jahren ist Antje Lange fester Bestandteil der Kump(el)stilzchen, in deren Reihen nimmt sie gerne Rollen bei Sketchen ein. Jedoch ist der zum jeweiligen Bühnenthema passende Showtanz eine Herzensangelegenheit für die diesjährige Prinzessin.

    Viele schöne Erinnerungen sind in den letzten Karnevalssessionen entstanden, doch der närrische Höhepunkt folgte nun in der letzten Session, in der Antje an der Seite von Prinz Matthias Walbaum den Steinheimer Narrenthron bestieg. Sichtlich gerührt, sprach Antje ihre ersten Worte an das Narrenvolk beim Galaabend: „ Meine ich doch, nicht auf den Mund gefallen zu sein, so ist diese Rede doch eine andere Hausnummer für mich. Bin ich doch bei den Kump(el)stilzchen dafür bekannt, eher die Rollen mit nur einem Satz, besser noch gar keinem, zu bevorzugen.“

    So erlebte Prinzessin Antje die großartige Show am Galaabend aus einer ganz anderen Perspektive und war von den Auftritten der Akteure hingerissen. Ein wunderschöner Galaabend endete mit einer endlos wirkenden Gratulationsrunde am Narrenthron.

    Nur wenige Stunden später, nach einer ganz kurzen Nacht, freute sich Antje auf viele Gäste zu ihrem Prinzessinnenempfang. Und so folgten die Familie, Freunde und Nachbarn der Einladung in die Karnevalshalle, an deren Eingangstüren sich lange Schlangen bildeten, um mit Antje zusammen Glück und Freude über ihr errungenes Amt zu teilen.

    Papa Wilfried und Mama Maria waren sichtlich stolz auf ihre Tochter Antje, eine schöne Geste im Steinheimer Karneval die Mütter der Regenten neben einem bunten Blumenstrauß einen Orden zu verleihen.

    Der Karnevalssonntag vergeht für das Prinzenpaar stets wie im Flug. Direkt nach dem Prinzessinnenempfang stehen Termine beim Kinderkarneval und bei Bummel auf dem Rummel auf dem Fahrplan. Antje wie auch Matthias waren in den letzten Jahren stets beim kleinen aber feinen Umzug der Kreiselnarren aktiv mit dabei und so ließen die beiden es sich auch im Jahr ihrer großen Regentschaft nicht nehmen, auch in diesem Jahr die drei Runden im Kreisel mitzugehen.

    Beim Karneval der Chöre konnten sich Antje und Matthias ein wenig zurücklehnen, noch einmal ein Reigen an wunderschönen Bühnenauftritten genießen und etwas Kraft für den folgenden Rosenmontag tanken.

    Auch wenn am Tag des karnevalistischen Höhepunkts dunkle Regenwolken am Horizont drohten, gab es für Prinzessin Antje keinen Grund, Trübsal zu blasen, ganz im Gegenteil. Mit einem freudigen Lächeln erschien Antje am Rathauseingang, um federführend die Macht in der Emmerstadt zu übernehmen.

    Um 14:11 Uhr war es dann so weit: Das Prinzenpaar betrat den einmalig-grandiosen Wagen, auf dem Antje und Matthias als erstes Regentenpaar die Jungfernfahrt durch den närrischen Ring in Steinheim vollzogen. Doch zuvor zogen die Teilnehmer des Rosenmontags in bunten Kostümen und auf tollen Motivwagen am Prinzenpaar vorbei. Besonderer Jubel brandete am Ende bei den Begegnungen mit den Freundeskreisen auf.

    Als sich der Prinzenwagen in Bewegung setze, schlug das Herz von Antje noch einmal etwas höher, die Närrinnen und Narren am Straßenrand trotzten dem leichten Konfettiregen in Form von kleinen Hagelkörnern, so dass Antje den Rosenmontagsumzug mit den Worten: „Das ist geboingter Feenstaub. Der macht uns nichts aus, denn wir haben ja die Sonne im Herzen! Das Wetter wird sowieso immer überbewertet.“, zusammenfasste.

    Beim Kneipenbummel gab Antje noch einmal alles, überall wo das Prinzenpaar auftauchte, war gleich eine Aura von Feenglanz, Freude und Enthusiasmus vorhanden! Bis tief in die Nacht feierte Antje den Abschluss der drei tollen Tage in Steinheim, die sicherlich auf ewig unvergesslich bleiben.

    So blickte Prinzessin Antje bei der Kehraussitzung des Elferrats am Veilchendienstag mit einem lachenden und einem  weinenden Auge auf das Karnevalswochenende zurück. „Es war alles noch viel schöner, als ich es erwartet hatte, einfach wunderschön und magic.“

    Bedanken möchte sich Antje herzlich gerne bei Ihrem Prinzen Matthias, Ihrem Ehemann Matthias und der Prinzenfrau Annette, bei Ihrer Familie, dem Hofmarschall Frank und seiner Frau Christa, allen Freunden, den Kump(el)stilzchen, den Elferäten, der Steinheimer Garde, den Pagen und der Prinzengarde, Kapelle Kamelle und allen, die sich mit uns gefreut haben.

Privatarchiv ihrer Tollitäten


Am Samstag heißt es Abschied nehmen von einem tollen Prinzenpaar, das uns durch das vergangene, karnevalistische Jahr geführt hat.

Mit den Fotos in der Bildergalerie blicken wir auf die vergangenen 52 Wochen einer magischen Session zurück.

Danke und Man teou, Prinzessin Antje und Prinz Matthias!